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DIE 4 INDIKATOREN DER HOCHSENSIBILITÄT
Verständlich erklärt mit fundiertem Wissen,
persönlichen Erfahrungen &
anregenden Reflexionsfragen.

Härzlich willkomme

 

Vielleicht hast du dieses Freebie heruntergeladen, weil du selbst hochsensibel bist.

Vielleicht vermutest du es erst oder du möchtest einen Menschen in deinem Umfeld besser verstehen.

So oder so freue ich mich, dass DU hier bist.

Als erstes verrate ich dir gerne wer ich bin, dass du weisst, wer hier schreibt:

Ich bin Nicole Leu, hochsensibel veranlagt, geboren 1984, hochsensible Mama seit 2021, Sozialpädagogin FH, Mentorin und Wegbegleiterin für hochsensible Frauen, Eltern und Fachpersonen.

Mit 33 Jahren erfuhr ich, dass Hochsensibilität ein Persönlichkeitsmerkmal ist und dieses auch zu mir gehört. Eine wichtige Erkenntnis, welche einiges erklärt, mich in meinem Wesen stärkt und mich im Alltag ermächtigt.

Mit diesem Wissen hat sich viel in mir bewegt: Ein Persönlichkeitsprozess wurde angestossen. Seitdem gestalte ich mein Leben bewusst, entwickle für mich passende Strategien, hinterfrage Glaubensätze, lerne mich besser kennen und entwickle so ein tiefes Bewusstsein für mein «Funktionieren und Wahrnehmen».

Heute lebe ich mein ganz persönliches Wohlfühl-Leben in Balance, mit meiner Hochsensitivität, die ich meist als Geschenk und Gabe sehe. Nicht weil es immer einfach ist, sondern weil ich gelernt habe, sie zu verstehen und bewusst damit umzugehen.

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Mit diesem Freebie möchte ich dir die vier Indikatoren der Hochsensibilität näherbringen.

Sie wurden von der Pionierin Elaine N. Aron definiert und gelten bis heute als wichtige Grundlage, um Hochsensibilität zu erkennen und zu verstehen. Aktuell werden diese Indikatoren überarbeitet und es werden später sechs Indikatoren sein.

Hochsensible Menschen erkennen sich mehr oder weniger stark in allen vier Indikatoren wieder. Falls nicht alle Indikatoren auf dich zutreffen, dann kannst du davon ausgehen, dass du nicht hochsensitiv bist.

Die vier Indikatoren helfen dir nicht nur dabei herauszufinden, ob du hochsensibel veranlagt bist. Sie erklären dir auch, weshalb du manche Situationen anders wahrnimmst, intensiver fühlst oder länger verarbeitest, als viele andere Menschen.

Dieses Freebie soll dir deshalb nicht nur Wissen vermitteln, sondern dich dabei unterstützen, dich selber besser zu verstehen. Denn genau dieses Verständnis ist für mich der erste Schritt zu (m)einem ganz persönlichen Wohlfühl-Leben.

Beim Lesen wünsche ich dir nun viele Erkenntnisse, AHA-Momente und dass dir dieser Leitfaden ein grosser Mehrwert ist.

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1. Indikator:
Sensorische Empfindlichkeit

Die sensorische Empfindlichkeit betrifft alle fünf Sinnesebenen:

SEHEN – RIECHEN – SCHMECKEN – HÖREN – TASTEN

Zudem sind hochsensible Menschen für zwischenmenschliche Themen oft sehr fein eingestellt.

 

Durch die hochsensible Veranlagung wird sensitiver und detaillierter wahrgenommen, als dies bei nicht hochsensiblen Menschen der Fall ist.

Kennst du Folgendes?

  • Du bemerkst sofort, wenn sich die Stimmung in einem Raum verändert.

  • Du registrierst kleinste Veränderungen im Gesicht deines Gegenübers.

  • Du reagierst empfindlich auf Lärm, Gerüche oder kratzende Kleidung.

  • Du kannst Musik/Geräusche unglaublich geniessen oder sie können für dich sehr herausfordernd sein.

Diese feine Wahrnehmung ist eine grosse Fähigkeit.

Viele hochsensible Menschen realisieren jedoch lange gar nicht, dass sie darin ein besonderes Talent haben. Sie denken, alle würden die Welt ähnlich wahrnehmen wie sie.

Gleichzeitig bedeutet diese Fähigkeit natürlich auch, dass du mehr Reize als andere aufnimmst und deine persönliche Balance damit finden darfst.

Über die Jahre habe ich zudem beobachtet, dass viele hochsensible Menschen auf einer spezifischen Sinnesebene besonders fein eingestellt sind und dort, wie von mir bezeichnet, ihr «Spezialgebiet» haben.

Vielleicht kennst du dein persönliches Spezialgebiet bereits. Vielleicht wirst du es aber auch erst in nächster Zeit entdecken. Allein diese Erkenntnis kann dir helfen, dich selbst besser zu verstehen.

Reflexionsfragen:

  • Hast du eine Idee, was ganz konkret dein Spezialgebiet ist? Dein Gehör, dein Gespür für Stimmungen, dein Geruchs- oder Geschmackssinn?
     

  • Welche Sinneseindrücke schenken dir besonders viel Energie und Freude?

2. Indikator:
Gründliche Informationsverarbeitung

Diesen zweiten Indikator erkläre ich oft mit einem Satz:

«Hochsensible Menschen haben gaaanz viel zu überlegen. Im Voraus, währenddessen und danach.»

Vielleicht kennst du das auch?

Ein Ereignis kommt auf dich zu und dein Kopf beschäftigt sich schon Wochen oder Monate zuvor damit.

Auch während des Ereignisses machst du dir «zig» Gedanken: Wie du dich im Moment verhalten sollst? Was und auf welche Art du etwas sagen sollst? Du nimmst die Reaktionen und Stimmungen deines Gegenübers wahr, und fragst dich, welche Hintergründe z.B. die traurigen Augen eines Bekannten haben?

Und nach dem Ereignis reflektierst du nochmals alles, wiederholst Gespräche und Begegnungen und denkst das Erlebte im Detail nochmals durch.

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Bei unserer letzten grossen Familienreise begann mein Kopf bereits ein Jahr vor Abreise zu arbeiten:

  • Brauchen die Kinder Schwimmwesten?

  • Wie gestalten wir die Reise für alle angenehm?

  • Wie organisiere ich mein Business während dieser Zeit?
     

Mein nicht hochsensibler Mann machte sich viele dieser Gedanken nicht oder erst kurz vor der Reise.

Und genau das ist ein typisches Beispiel für die gründliche Informationsverarbeitung.

 

Für hochsensible Menschen gilt oft:

Denken ist ein Handeln auf Probe.

Wir denken mögliche Situationen durch, um vorbereitet zu sein und Sicherheit zu gewinnen.

Diese Fähigkeit bringt viele Vorteile mit sich. Hochsensible Menschen handeln oft vorausschauend, verantwortungsbewusst und reflektiert. Gleichzeitig kann es zu Gedankenkreisen führen.

Die gründliche Informationsverarbeitung bringt viele Stärken mit sich, kann aber auch energieraubend sein. Genau deshalb lohnt es sich, Strategien zu entwickeln, die den Kopf zwischendurch entlasten, wie beispielsweise Dinge laut auszusprechen, Rituale für Reizabbau zu machen und Zeit in der Natur zu verbringen.

Reflexionsfragen:

 

  • Wo/wie kannst du deine Reizlast abbauen?

  • Was hilft dir dabei, dein Gedankenkarussell zu beruhigen?

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